La bella Italia in Florenz
Das Florenz einen, zwei oder drei Besuche wert ist, wird niemand bezweifeln. Wenn man an dem Stendahl – Syndrome leidet (jährlich müssen mehr als 100 Personen behandelt werden, die daran erkrankt sind), ist es das Beste immer wieder in die Stadt am Arno zu verreisen. So gewöhnt sich das Auge an all die Schönheit bis die Seele sich darauf einlassen kann ohne dass man in Ohnmacht fällt. Von seinen schönen Palazzi, die mit Kunstwerken angefüllt sind, über die erhabenen Plätze mit Fassaden aus Marmor bis hin zu den Boboligärten, den grünen Lungen, die – wie ich schon bei anderer Gelegenheit berichtete – nicht einfach nur ein gewöhnlicher Park sind, in Florenz erwartet den sehnenden Reisenden eine Begegnung mit dem Sublimen.

Erinnern wir uns, dass der Palazzo Pitti eines der wichtigsten Gebäude in Florenz ist. Seine riesige Renaissancefassade, in Stein ausgeführt und in klaren geometrischen Formen entworfen, beherbergt eine beneidenswerte Sammlung, die in verschiedene Galerien unterteilt ist. Die ursprüngliche Galerie der allmächtigen Medici versammelt sich in dem so benannten Palatina mit Werken on Rafael, Rubens oder Tizian. Aber nicht nur die Renaissance befüllt des Palazzo Pitti, sondern auch – und das ist weniger bekannt – Gemälde und Skulpturen aus verschiedenen Epochen bis hin ins 20. Jahrhundert.
Diesen Oktober bis zum Februar 2012 wird im Palazzo Pitti eine Ausstellung mit der gesunden oder ungesunden Intention, den Besucher mit Kunstwerken jeglicher Art zu verwirren, gezeigt. Ihr Titel ist „La bella Italia“ und sie gibt vor, die künstlerische Vision der verschiedenen Stadtstaaten vor der Vereinigung zu sein. 1861 ist das Datum der Gründung Italiens als moderner Staat. Zuvor waren die Städte (Venedig, Rom, Florenz oder Siena) unabhängige politische und wirtschaftliche Machtzentren, die unter einander unter Umständen Todfeinde sei konnten und zwischen denen grausame Kämpfe entbrannten. Die verschiedenen Herrscher, in diesem Fall die florentinischen Medici, bauten Paläste, die wie königliche Residenzen funktionierten, überschwemmten diese mit Kunstwerken und wundervollen Gegenständen jeglicher Art. Der Ertrag aus den Geldwechselgeschäften und den weitverzweigten Finanzoperationen (die hier nicht näher erläutert werden können) ließen eine reiches Kunsthandwerk in der Mode, dem Juwelierwesen oder der Möbelherstellung gedeihen. Aber die Selbstständigkeit dieser sorgenfreien Mäzene ging sehr viel weiter: es gab eine bedingungslose Unterstützung der Kreativen die in jeder dieser Städte aufwuchsen oder geboren wurden. Das Ergebnis ist weithin bekannt: ein ungeahnter Aufschwung in den bildenden Künsten und zwar auf allen seinen Gebieten. Und diese spezielle Ausprägung der Stadtstaaten brachte Künstler wie Tizian, Michelangelo, Canaletto, Caravaggio, Botticelli, Donatello, Rafael oder Veronese hervor (und so könnte man 300 verschiedene Werke anführen), die in dieser Ausstellung gezeigt werden.
Hier der Link zu der Webseite der Ausstellung, auf der man alle praktischen Informationen abrufen kann, für die hier kein Platz mehr war: http://www.uffizi.firenze.it/mostre/mostra.asp?id=239
Und vergessen sie nicht, eines der schönen appartments in Florenz zu reservieren (am besten gleich online) und diesen wunderbaren Ort in dieser unwiderstehlichen Stadt zu genießen.
Übersetzt: Mara Maroske











Übersetzt: Heloise Battista








